Die Anfänge
Paris begann seine Existenz im 6.Jahrhundert v.Ch. als keltisches Fischerdorf, welches von dem Parisii Volksstamm bewohnt wurde, die der Stadt später auch ihren Namen gab. Die römische Übernahme erfolgte bald; seit 580 n.Ch., mit der Übernahme des fränkischen Königs Clovis der Erste, wurde diese Siedlung als Hauptstadt des Landes anerkannt.
Mittelalter
Erst im Mittelalter begann Paris wirklich Gestalt anzunehmen. Mit dem Bau der Notre-Dame Kathedrale und der Sorbonne etablierte sich die Stadt als Frankreichs intellektuelles und geistiges Zentrum.
Der Hundertjährige Krieg beeinträchtigte Paris negativ und so kam es dazu, dass nach der Niederlage von Agincourt (1420) die Engländer Kontolle über die Stadt nahmen.
Der englische Einfluss auf die Stadt und das gesamte Land war nur von kurzer Dauer, innerhalb der nächsten 10 Jahre war es die junge Joan d´Arc, die die Engländer entgültig vertrieb.
Renaissance
Während der Renaissance wurde Paris durch viele eindrucksvolle Bauten bereichert, wie z.B. die Place des Vosges, der Palais du Luxembourg, das Hôtel des Invalides, sowie das Schloss von Versailles.
Zwischenzeitlich eskalierte die Spannung zwischen protestantischen Hugenotten und den Katholiken, welche in den blutigen Religionskriegen endete.
Louis XIV bestieg 1643 im Alter von 5 jahren den Thron bestieg und ist heute unter dem Namen "Sonnenkönig" weltbekannt. Mit 72 Jahren Regentschaft war er der am längsten regierende Herrscher der Neuzeit.
Seine verschwenderische Lebensweise war typisch für die Epoche des Absolutismus, er förderte aber auch die französische Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft.
Französische Revolution
Als im Jahre 1789 mit dem Surm auf die Bastille die Französische Revolution ausbrach, war es die Bevölkerung von Paris, die den Weg zur Abschaffung der Monarchie und zur Einführung der ersten französischen Republik ebnete.
1804 krönte der Papst Napoléon zum französischen Kaiser.
Napoléons Eroberungshunger breitete sich über ganz Europa aus, 1812 führte er im Russlandfeldzug und 1815 mit der Schlacht bei Waterloo zu vernichtenden Niederlagen. Sein Vermächtnis an das moderne Frankreich beinhaltet das Zivilgesetzbuch (Code Napoléon) und Monumente wie den gewaltigen klassizistischen Arc de Triomphe.
1844 ist zu Verteidigungszwecken an Stelle des heutigen Boulevard Périphérique eine neue Stadtbefestigung errichtet worden, welche eine Länge von 39 Kilometern hat und mit ihren 94 Bastionen und 16 Forts die größte Befestigungsanlage der Welt war.
Belle époque
Während der belle époque wurde Paris zum Weltzentrum der Künste und am linken Flussufer der Stadt wurden der Dadaismus und der Surrealismus geboren. Die besetzenden Nationalsozialisten hatten jedoch wenig Zeit für die avant-garde und das kreative Paris, welches sich erst nach 1944/45 wieder frei entfalten konnte.
Paris nach dem 2.Weltkrieg
1968 befand sich die Stadt eneut in Aufruhr: studentische Protestwellen durchzogen die Stadt und fanden sofort 7 Millionen Anhänger im ganzen Land, die mit ihnen in den Streik gingen.
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Paris zu einer multikulturellen, kosmopolitischen Stadt. In der späten 90er Jahren machte die Stadt mit zwei Ereignissen weltweit Schlagzeilen: dem schicksalhaften und von Gerüchten umgebenen Unfalltod von Prinzessin Diana 1997, sowie dem erstmaligen Gewinn der Fußballweltmeisterschaft durch Frankreich 1998.
Bei den Präsidentschaftswahlen 2002 war der Rechtsextreme Jean-Marie Le Pen aufgrund einer niedrigen Wahlbeteiligung im ersten Wahlgang äußerst erfolgreich. Daraufhin konnte Chirac in der Stichwahl alle Le-Pen-Gegener unter sich vereinigen, so dass Le Pen vernichtend geschlagen werden konnte.
2005 kam es zu großen Ausschreitungen von Randalierern in den Vorstädten von Paris, die sich zu einem Flächenbrand über ganz Frankreich ausweiteten.